Aachen Vertrag frankreich

Die beiden Staats- und Regierungschefs unterzeichneten den Aachener Vertrag, einen 16-seitigen Vertrag zur Förderung der Zusammenarbeit in Bereichen wie Außenpolitik, Verteidigung, Handel, Mobilität und Forschung. Die Zeremonie fand im historischen Krönungssaal der westdeutschen Stadt genau 56 Jahre nach der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags statt, einem hochsymbolischen Nachkriegsabkommen, das darauf abzielte, Jahrhunderte der Feindschaft zwischen den beiden Ländern zu begraben. Ziel des Vertrages ist es unter anderem, die kulturelle Vielfalt zu stärken und die Sicherheitsinteressen beider Länder aufeinander abzustimmen. Das Goethe-Institut und das Institut Franéais planen, auf der Grundlage des Aachener Vertrags gemeinsam Kultureinrichtungen in Erbil, Bischkek, Rio de Janeiro und Palermo zu eröffnen. [5] Darüber hinaus zielt der Vertrag darauf ab, die Zusammenarbeit der Verteidigungspolitik beider Länder zu intensivieren, einschließlich der gegenseitigen Hilfe in potenziellen Krisensituationen. [6] Die Unterzeichnung erfolgt, als der erste Mitgliedstaat die EU verlässt – und die Grundüberzeugung aufherfolgt, dass die EU-Integration immer vorankommen soll, und da populistische und nationalistische Parteien bei den Europawahlen im Mai voraussichtlich ansteigen werden, was das europäische Projekt von innen heraus verändert. Die wohl greifbarsten Ergebnisse des Vertrags betreffen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, verkehrundlich und handellich: Beide Seiten wollen “einen deutsch-französischen Wirtschaftsraum” schaffen, der bürokratische Hürden abbaut und gemeinsame Regelungen, Gesetze und Steuern für Unternehmen auf beiden Seiten des Rheins festlegt. Der neue Vertrag legt eine moderne und zukunftsweisende Grundlage für eine noch engere Zusammenarbeit mit Frankreich, unserem wichtigsten Partner, dar. Das Hauptziel des neuen Vertrags besteht darin, eine sichere Zukunft für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen und sie einander anzunähern. Die Zusammenarbeit wird auf den neuesten Stand gebracht – auch im Hinblick auf Europa, die Wahrung unserer wertebasierten multilateralen Ordnung und die Anpassung an Veränderungen in unseren Gesellschaften. Die Haupttätigkeitsbereiche sind Kultur, Bildung, Wissenschaft, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Innovation. In einer von einer Krise betroffenen EU gehe es vor allem um ein starkes Bündnis in Europa, sagte Macron am Ende seiner Rede. Aber dieses Niveau der Ambition der Zusammenarbeit bleibt Vorsicht, da die beiden Regierungen ihre eigenen Meinungsverschiedenheiten hatten und Merkel und Macron das politische Kapital für kühne Visionen fehlt.

AACHEN, Deutschland – Angela Merkel und Emmanuel Macron haben am Dienstag kaum mehr getan, als an der deutsch-französischen Maschine zu basteln – aber selbst das reichte aus, um bei anderen Europäern Ängste zu schüren, dass sie von selbst abbrüllen würden. . Mehr als ein halbes Jahrhundert nach der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags erneuern Frankreich und Deutschland ihre Allianz. Beide Länder wollen wirtschaftlich, kulturell und außenpolitisch eng zusammenarbeiten. Aber kann ein Vertrag bestehende Meinungsverschiedenheiten überbrücken? EURACTIV Deutschland berichtet. Erstens sieht der Aachener Vertrag sehr konkrete Instrumente zur Vertiefung der Zusammenarbeit vor, die zur Bewältigung dieser internen und externen Herausforderungen erforderlich sind. Der Text des Vertrags wurde unter umfassender Einbeziehung aller wichtigen Akteure ausgearbeitet. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die intensive Zusammenarbeit mit der deutsch-französischen Arbeitsgruppe des Deutschen Bundestages und der französischen Nationalversammlung, die ihre Vorschläge in Form gemeinsamer Positionspapiere vorlegte.

Da sich der Vertrag auch mit Bereichen befasst, die ausschließlich in den Zuständigkeitsbereich der Länder fallen, wurden diese gemäß dem Lindau-Abkommen ständig in den Prozess einbezogen. Darüber hinaus waren die Bundesministerien Teil des gesamten Verhandlungsprozesses. Schließlich stellten verschiedene Interessengruppen, Eurodistrikte und deutsch-französische Institutionen der Zivilgesellschaft Themen vor, die sie im neuen Vertrag behandelt sehen wollten.


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