Zinseszinseffekt – Das Geheimnis des Vermögensaufbaus und zur finanziellen Unabhängigkeit

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 Egal ob es um das Tagesgeldkonto, die Immobilie, die Aktie oder irgendeine andere Anlageform geht. Eins spielt immer eine große Rolle, nämlich der letztendliche Ertrag und dessen wieder Anlage. Denn so kommt der Zinseszinseffekt zum Tragen, der beim Vermögensaufbau und bei einer guten Geldanlage-Strategie eine entscheidende Rolle hat.

 

In diesem Artikel möchte ich einmal klären, was es mit dem Zinseszins auf sich hat, welche Faktoren für den Zinseszins Effekt eine Rolle spielen und wie man ihn auch heute für sich nutzen kann.

 

 

Was ist der Zinseszinseffekt?

Vereinfacht gesagt, bedeutet Zinsenszins einfach, dass man Zinsen auf die Zinsen bekommt oder anders gesagt, dass man auf die in der Vergangenheit erhaltenden Kapital-Erträge weitere Erträge erhält. Und das ist eine enorme Wirkung, die man sich oft nicht klarmacht. Einer der bekanntesten Wissenschaftler unserer Zeitgeschichte, erkannte dies. Man fragte Prof. Albert Einstein:

 

„Was ist die stärkste Kraft im Universum?“ 

Seine spontane Antwort war: „der Zinseszins“. 

 

Aber schauen wir uns das Ganze an einem Zahlenbeispiel an:

 

Herr Sparfuchs hat einen Geldbetrag 10.000€ auf seinem Sparkonto angelegt und bekommt hierauf im Jahr 3% Guthaben-Zinsen. Nach einem Jahr zahl die Bank ihm diese Zinsen aus, nämlich die 3%, was 300€ ergibt. So hat Herr Sparfuchs nun 10.300€ auf seinem Sparkonto. Im nächsten Jahr bekommt er nun wieder 3% Zinsen. Diese Zinsen bekommt er nun aber nicht nur auf die gesparten 10.000€, sondern auch auf die 300€ Zinsen aus dem ersten Jahr. So zahlt die Bank ihm am Ende des zweiten Jahres 309€ Zinsen. Also 9,00€ mehr als im ersten Jahr. Das mag jetzt nicht nach viel mehr aussehen. Bekommt Herr Sparfuchs weitere 38 Jahre seine 3% Zinsen, also insgesamt 40 Jahre, zahlt die Bank ihm bereits rund 728 Euro Zinsen und aus seinen ursprünglichen 10.000€ sind inzwischen 32.620€ geworden. Bezieht man nun die 950€ Zinsen auf die ursprünglich, selbst erarbeiteten und angesparten 10.000€, ergibt das eine Rendite von 9,5% im Jahr. Nicht schlecht oder? Würde er dagegen die Zinsen nicht wieder anlegen und lediglich ansparen, hätte er „nur“ 22.000€ im gleichen Zeitraum aufgebaut.

Zinseszinseffekt 23

 

Zinseszinsformel – So berechnest du deine Vermögensentwicklung

Die Formel für den Zinseszinseffekt ist eigentlich ziemlich einfach und sieht so aus:

V= K x (1+Z/100)n

V= Endvermögen

K=Startkapital

Z= Zinssatz

n= Anzahl der Anlagejahre

 

Mit unserem Beispiel von oben ergibt sich folgende Formel:

32.620= 10.000 x (1+3,00/100)40

 

 

Faktoren: Zeit & Zinssatz

Für den Zinseszins Effekt sind zwei Faktoren von entscheidender Bedeutung: Die Zeit und der Zinssatz. Je höher der Zinssatz ist, desto höher natürlich auch der Ertrag. Also sollte der Zinssatz idealerweise hoch sein, was sich aber nur bedingt beeinflussen lässt.

Die Zeit ist meiner Meinung nach der sogar noch wichtigere Faktor beim Zinseszinseffekt. Denn je länger man sein Kapital investiert und reinvestiert, desto mehr entfaltet der Zinseszins seine Wirkung. Und über diesen Faktor kann praktisch jeder selbst bestimmen.  Es hängt einfach davon ab, mit welchem Alter man anfängt sein Kapital zu investieren. Umso früher man das tut, desto länger kann es für einen arbeiten. Daher sollte man idealerweise so früh wie möglich anfangen.

 Zinseszinseffekt

 

Der frühe Vogel fängt den Wurm – doch viele erkennen es nicht!

Dieser Spruch ist wahrscheinlich den meisten schon mal untergekommen. Und er lässt sich auch auf das Anlegen beziehen. Denn wie das Zahlenbeispiel deutlich zeigt, entfaltet der Zinseszinseffekt hinten raus seine ganze Wirkung. Doch viele sehen nur die „lappischen“ 300€ nach einem Jahr und denken: „Das lohnt sich ja eh nicht“. Sie erkennen nicht, wie sich ihr Geld in 10, 20 oder in 30 Jahren entwickeln könnte. Viele Menschen denken erst im mittleren Alter an ihre Altersvorsorge. Kaum jemand denkt schon in seinen 20er Jahren an Geld anlegen und noch viel weniger gehen noch einen Schritt weiter und legen auch tatsächlich etwas an. Im Gegenteil: Das verdiente Geld wird mit vollen Händen ausgegeben. Immer nach dem Motto: „Ich will doch jetzt leben“. Dabei kann man auch mit kleinen Beträgen und in jungen Jahren den Zinseszinseffekt für sich nutzen und die Zeit für sich arbeiten lassen.

 

 

Zinseszinseffekt + regelmäßiges Sparen – Wie aus 100€ im Monat nach 40 Jahren 324.388€ werden

Selbst wenn du bis hier hin gelesen hast und dir denkst: „Das ist ja alles gut und schön mit dem Zinseszinseffekt, aber wirklich reich werde nicht.“ Dies liegt dann wahrscheinlich daran, dass du zurzeit (noch) nicht genug Kapital zur Verfügung hast. Aber das macht nichts. Denn in der Kombination von regelmäßigem Sparen und der Wirkung des Zinseszinseffekts kannst du beachtliche Ergebnisse erzielen. Und das auch schon mit sehr kleinen Sparbeträgen. Zum Beispiel kannst du mit einem Sparbetrag von nur 100€ im Monat nach 40 Jahren über ein Vermögen von 324.388€ verfügen. Hier habe ich einen jährlichen Zinssatz von 8%, was dem Durchschnitt der Rendite an der Börse entspricht. Und ein Sparbetrag von 100€ ist eine Summe, die sehr viele Menschen im Monat zurücklegen könnten. Selbst wenn 100€ pro Monat zu viel für dich sind, kannst du auch mit weniger im Monat anfangen zu sparen. Zum Beispiel kannst du schon ab 25€ pro Monat in Dividendenaktien-Sparpläne investieren.

Zinseszins monatliches Sparen

Die Formel mit Zinseszins mit einer monatlichen Einzahlung ist etwas komplizierter. Daher habe ich dir hier einen super Rechner verlinkt, mit dem du dir das Ganze ausrechnen kannst.

http://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner

 

 

Mit Dividendenaktien den Zinseszinseffekt nutzen und finanziell frei werden

Vor ein paar Jahren konnte man den Zinseszinseffekt sehr gut auf sein Erspartes über ein Tagesgeldkonto nutzen. Du konntest einfach dein Geld auf dem Konto parken und es wurde z.B. mit 3% verzinst. Aber diese Zeiten sind vorbei.

Aber was ist denn nun die Alternative? Eine Möglichkeit, die sich selber verfolge, ist die Geldanlage in Dividendenaktien. Dabei investiert man in bekannte, stabile & erfolgreiche Unternehmen, mit einem funktionierenden Geschäftsmodell und einer regelmäßigen Dividendenzahlung. Im Schnitt geht man bei der Anlage in Aktien von einer Rendite von 8% p.a. aus, welche fast alle anderen Geldanlagemöglichkeiten schlägt.

 

 

Schlussworte

Ich hoffe ich konnte dir den Zinseszinseffekt ein wenig näherbringen und zeigen, dass er ein zentraler Baustein auf dem Weg zu Vermögen und finanzieller Unabhängigkeit ist. Wenn du ihn für dich nutzen möchtest, solltest du so bald wie möglich mit dem Investieren beginnen, sodass dein Kapital anfängt, für dich zu arbeiten und du so Schritt für Schritt der finanziellen Unabhängigkeit näherkommst. Du brauchst dafür kein Vermögen, sondern auch schon mit kleinen monatlichen Beträgen kannst du beginne. Es liegt nun bei Dir!

 

Danke für’s Lesen.


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5 Kommentare

  1. Steven

    Wie du schon geschrieben hast.
    Die guten Zinszeiten bei Tages oder Festgeldkonten sind vorbei.

    Ach was waren die schön.
    Ja wer heute Geld anlegen will und von Zineszins gebrauch machen möchte, kommt wohl an Aktien nicht mehr vorbei.
    Ich selbst habe ein ETF Depot. Aber hier sollte man sich vorher einlesen, welche art von Dividenden man hier bekommt.

    Therausierend oder Ausschüttend ist das Sprichwort.

    Ich habe letzten auch irgendwo einen Artikel gelesen, das wir deutschen generell zu wenig investieren und daher einen zu hohen Wertverlust gegenüber den Europäischen Nachbarn haben. Vielleicht ändert sich das ja in Zukunft.

    Gruß Steven

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  2. Johnny

    Hallo Sparfuchs, hallo Steven,
    bitte vergesst nicht die Inflation bei euren Vergleichen mit einzubeziehen wenn ihr Aktien mit Tages/Festgeld vergleicht. Ich glaube kaum, dass es jemals 3% reale Rendite auf Tagesgeld gab.

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    1. Sparfuchs (Beitrag Autor)

      Stimmt, die Inflation sollte man bei den von dir gennaten Sparkonten auch noch beachten. Noch ein weiteres Argument besser in Dividendenaktien zu investieren, die weitesgehend inflationsgeschützt sind. (steigen die Preise, steigen auch die Umsätze bzw. die Gewinne der Unternehmen) 😉

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  3. Johann

    Vielen Dank für den interessanten Artikel. Heutzutage sollte man sich wirklich Gedanken machen, wie man sein Geld noch gewinnbringend anlegen kann. Immobilien sind immer eine gute lösung.

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  4. Marius Feldermann

    Ich empfehle immer gerne in Eigentumswohnungen zu investieren. Dabei sollte man natürlich die regionale Preisentwicklung berücksichtigen. Infos dazu findet man schon teilweise beim regionalen Makler auf der Webseite. Ich habe Daten zur Preisentwicklung in Nordhorn gefunden. Die Preise in NOH steigen schneller als im nieders. Schnitt….

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