Sparpläne als Maßnahme für langfristigen Vermögensaufbau

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Wer sich für langfristiges Sparen entscheidet und die derzeit herrschenden Zinsen auf Spar-, Tagesgeldkonto & Co. dafür als zu gering erachtet, sollte über Sparpläne nachdenken. Diese gibt es in großer Zahl und stellen sowohl für vorsichtige, als auch flexible und risikobereite Sparer eine attraktive Möglichkeit dar.

 

Sparpläne sind langfristig gedacht

Sparpläne sind dazu geeignet, Schritt für Schritt eine rentable Rücklage aufzubauen. Das Angebot ist groß, denn Interessierte finden sowohl Bank-, Aktien-, als auch Fonds-, oder ETF-Sparpläne. Wer auf staatliche Unterstützung setzen möchte, der kann sich für einen Riester-Sparplan entscheiden. Ein Fondsparplan bietet eine solide Rendite, wobei der Anleger dabei sein Geld mindestens zehn bis 15 Jahre fix anlegen sollte. Denn sollte es zu zwischenzeitlichen Tiefs am Markt kommen, können die mit der Zeit wieder ausgeglichen werden. Zu empfehlen ist, dass mehrere Fonds gewählt werden, in denen jeweils eine kleinere Summe investiert wird.

ETF‘s sind Investmentfonds, die an der Börse gehandelt werden. Explizit bedeutet ETF Echange traded fund. Es geht dabei um die Abbildung bestimmter Indizes, wie etwa des DAX. Hier wird nicht das gesamte Geld auf einen Wert gesetzt, jederzeit besteht die Möglichkeit zum Einstieg. Der Sparer profitiert von Steigerungen am Markt, weiß zugleich aber auch, dass die Verluste nie größer sein werden als diejenigen, die der Markt hinnehmen muss.

Riester-Sparpläne sind die staatliche Variante eines Sparplanes. Der Anleger erhält Zulagen zu seiner privaten Altersvorsorge. Wichtig ist, dass die Beiträge in individuelle, genau zertifizierte Anlageformen investiert sind. Welche genau das sind, definiert die Finanzdienstleistungsaufsicht, die Ba-Fin. Unterstützt mit einer staatlichen Förderung werden meist andere Fondssparpläne, die eine hohe Renditechance für den Anleger bieten. Wer sein Geld hier langfristig investiert, geht kaum ein Risiko ein.

 

Die Gebühren bei Sparplänen

Wie hoch der Gewinn bei einer Geldanlage ausfällt, wird in erster Linie durch die Verzinsung definiert. Doch Sparer sollten auch andere Faktoren bedenken, die Einfluss auf das Guthaben haben. Dazu gehören in erster Linie natürlich die Kosten. Deshalb ist es wichtig, dass Anleger bzw. Sparer genau beachten, für welche Produkte welche Gebühren berechnet werden. Hier unterscheiden sich einmalig fällige oder laufend berechnete, die sich beide negativ auf den finalen Gewinn auswirken.

Wer einen ganz normalen Banksparplan mit einem Zinssatz, der fix vereinbart wurde oder als Zinstreppe angelegt ist, abschließt, kann meist von niedrigen oder gänzlich ausbleibenden Gebühren profitieren. Grundsätzlich wird hier ein individueller Pauschalbetrag, der meist zwischen 10 Euro und 15 Euro liegt, seitens des Finanzinstitutes berechnet. Weitere Gebühren wie Verwaltungsaufwendungen oder Kosten für den Kontoabschluss werden kaum verrechnet. Hier gilt es mit dem Bankinstitut gut zu verhandeln und mehrere Angebote einzuholen. Im Übrigen gilt auch für Riester- oder Rürup-Banksparpläne die Tatsache, dass keine gesonderten Kosten in Abzug gebracht werden.

Wer einen Fondssparplan abschließt, muss hingegen durchaus mit einer Kostenbelastung rechnen. Es gibt hier von Bank zu Bank unterschiedliche Konstruktionen, die unter anderem einen Ausgabeaufschlag, Bearbeitungs- und Verwaltungsgebühren, manchmal sogar Depotgebühren umfassen. Der sogenannte Ausgabeaufschlag muss auf den Nennwert des Fonds bezahlt werden, wobei dieser bei einem Anteil von 100 Euro zwei Prozent ausmachen kann. Hier heißt es für den Anleger, genau zu vergleichen, da es immer wieder auch Finanzinstitute gibt, die einen deutlich reduzierten Ausgabeaufschlag anbieten. Hier kann ein Sparer also viel Geld einsparen und seinen Ertrag entsprechend steigern.

Was Verwaltungs- und Bearbeitungs- bzw. Depotgebühren angeht, so bewegen sich diese meist zwischen einem und 2,5 Prozent jährlich. Ausgehend von der individuellen Wertentwicklung wird der Wert für die Gebühr berechnet. Auch hier lohnt sich ein ausgiebiger Vergleich der Konditionen, ebenso wie bei den Bearbeitungsgebühren. Diese werden meist zu Beginn bzw. bei Abschluss des Sparplans berechnet. Depotgebühren allerdings müssen jährlich einmal bezahlt werden, wobei auch hier empfehlenswert ist, Vergleiche unterschiedlicher Finanzdienstleister anzustellen. Immerhin nehmen Anbieter mit kostenlosen Depots in letzter Zeit deutlich zu.

 

Vorteile von Sparplänen

Wer Sparpläne vergleicht und sich näher mit Ihnen beschäftigt, wird rasch feststellen, dass diese Anlageform viele Vorteile bietet. Vor allem gegenüber einer einmaligen Anlage in ETFs punkten diese Finanzprodukte. Beim Sparplan wird regelmäßig eingezahlt, die Anlage in ETFs erfolgt meist in einem Schritt und mit einem höheren Betrag. Damit ist aber klar, dass das Timing-Risiko, also die Gefahr des falschen Zeitpunkts für einen An- oder Verkauf, für Sparpläne wegfällt. Für ETFs stellt es allerdings ein wesentliches Verlustpotential dar. So können Chancen für einen Gewinn oder aber auch für einen Verlust verpasst bzw. übersehen werden.

Dank der regelmäßigen Einzahlungen in einen Sparplan profitiert der Anleger auch vom Effekt der Durchschnittskosten. Dieser, von Experten auch als Cost-Average-Effekt bezeichnet, kommt dann zum Tragen, wenn je nach Marktsituation mit gleich bleibenden Summen unterschiedlich viele Anteile von ETFs gekauft werden können. Dass bei einem niedrigen Kurs eher mehr Anteile erworben können als bei einem hohen Kurs, liegt ja auf der Hand. Dank des Sparplanes kann sich jeder Anleger quasi antizyklisch verhalten. Bei steigendem Kurs wird weniger gekauft und bei fallendem mehr. Insgesamt ergibt sich somit ein Durchschnittswert, der bei einem langen Anlagezeitraum durchaus höheren Ertrag erzeugen kann als bei einer einmaligen Investition in ETFs.

Doch auch Nachteile sind mit der Investition in Sparpläne verbunden. Hier ist zum Einen das Argument der Langfristigkeit zu nennen. Wer sein Geld zwischendurch zur Verfügung haben möchte, ist mit dieser Anlageform schlecht beraten. Auch die Kosten sind als negativer Aspekt zu nennen, die die Rendite bzw. den Ertrag negativ beeinflussen können. Bei diesem Punkt kann der Anleger allerdings gegensteuern, in dem er die Angebote ausgiebig vergleicht und durch ausgiebige Information und Recherche individuelle Vorteile lukriert.


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