Sparen leicht gemacht – 3-Konten-Modell

 

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Das Sparen an sich fällt vielen Menschen schwer. Solange noch Geld im Monat vorhanden ist, wird es munter raus gehauen. Deswegen muss man vorher ansetzen. Was heißt das nun „vorher“? Nun ja – das Geld müsste einfach nicht mehr sichtbar sein. Genauso wie man früher Geld ins Sparschwein geworfen hat und es erst wieder zum Vorschein kam, wenn man es „geschlachtet“ hat. Hört sich einfach an und ist es eigentlich auch. Denn man muss da ansetzen wo das Geld reinkommt. Also bei der Bank. Hier kommt das 3-Konten-Modell ins Spiel. Wie der Name schon sagt, besteht es aus drei Konten:

 

Das Basiskonto: Laufende Kosten (inkl. Lebensmittel)

Dieses Konto besitzt eigentlich schon jeder, denn es sollte ein  Girokonto sein. Hier geht das Monatsgehalt drauf und, sofern vorhanden, auch alle anderen Einnahmen (Passiveinnahmen) wie Mieteinnahmen, Dividenden oder Zinsen. Hier gehen dann auch alle laufenden Kosten von ab, wie zum Beispiel Miete, Versicherungen oder Verträge. Des Weiteren gehen auch alle anderen Lebenserhaltungskosten von ab, z.B. Lebensmittel, Kleidung, Benzin usw.

Wie viel dieser gesamte Fixbetrag ausmacht, kann man pauschal nicht sagen, da er natürlich bei jedem anders ist. Um heraus zu finden wie hoch der eigene Fixbetrag ist solltet ihr ein Haushaltsbuch führen.

Wichtig: Dieser Fixbetrag sollte niemals überschritten werden.

Ich selber nutze und kann das kostenlose Girokonto der DAB-Bank empfehlen.

 

Das Sparkonto: Einzahlung Fixbetrag – z.B. 10% des Nettoeinkommens

Auf dieses Konto fließen eure Sparbeiträge. Damit ihr auch dabei bleibt, nicht ständig daran denken müsst oder diesen Monat kein Geld übrig ist, wird ein Dauerauftrag vom Basiskonto auf das Sparkonto eingerichtet. Die Höhe kann z.B. 10% des Nettoeinkommens betragen. Dieses Geld sollte niemals für Konsum angetastet werden. Denn es ist vorgesehen um investiert zu werden. In Aktien, Immobilien, Projekte, Selbständigkeit usw.

Wichtig: Der Betrag sollte am Anfang jeden Monats übertragen werden, denn dann ist das Monatsgehalt gerade auf dem Konto und noch unangetastet. Das heißt es ist auf jeden Fall noch genug Geld zur Verfügung.

 

Das Spaßkonto: Einzahlung Fixbetrag – z.B. 20% des Nettoeinkommens

Auch auf dieses Konto fließt ebenfalls ein Fixbetrag vom Girokonto. Die Höhe bestimmt ihr natürlich wieder selbst, z.B. 20% des Nettoeinkommens. Dieses Geld ist dafür da Spaß zu haben, wie der Name schon sagt. Es kann für alles ausgegeben werden was gefällt, Spaß macht und Freude bereitet: Shoppen, Restaurantbesuch, Kino, Freizeitpark usw.

Wichtig: Das Geld sollte ausgegeben werden, muss aber nicht. Hier kann auch mal was übrig bleiben, sodass man sich z.B. einen Kurzurlaub leisten kann. Diese Meinungen teilen nicht alle. Aber ich finde der Zwang dieses Geld auszugeben führt nicht unbedingt zu mehr Spaß. Evt. gebe ich dieses Geld für Dinge aus, die ich gar nicht brauche oder mache Dinge damit, die mir eigentlich gar nicht den erhofften Spaß bringen. Hier sollte man einfach auf sein inneres Gefühl vertrauen.

Zwar wirft ein Tagesgeldkonto zur Zeit nicht viel ab. Aber gerade darum sollte  man vergleichen und das optimale Konto für sich finden. Denn auch kleine Beträge zahlen am Ende. Hier könnt ihr kostenlos verschiedene Anbieter vergleichen. Hier vergleichen

Wer sich an das 3-Konten-Modell hält, wird langfristig keine finanziellen Sorgen mehr haben und kontinuierlich Investitionen aufbauen können und gleichzeitig Spaß am Leben haben. Um dem Ganzen nun mal Leben einzuhauchen ein kurzes Beispiel:

 

Herr Müller verdient im Monat 2000€ netto

  • seine Fixkosten betragen 1000€ im Monat
  • der Sparbetrag liegt bei 20%
  • der Spaßbetrag liegt ebenfalls bei 20%

Das bedeutet Herr Müller hat jeden Monat 400€, die er für seinen Konsum frei ausgegeben kann. Also jedes Wochenende 100€. Das finde ich schon eine ordentliche Summe.

 

Und so entwickelt sich sein Sparkonto:

1 Jahr:      4.800€
3 Jahre:   14.400€
10 Jahre:   48.000€
20 Jahre:   96.000€
30 Jahre:  144.000€

Und das nur durch die monatlichen Sparbeträge.

Das wichtigste um mit diesem Modell Erfolg zu haben, ist damit anzufangen und diszipliniert dabei zu beleiben. Dann kann man an seinem persönlichen 3-Konten-Modell mit der Zeit feilen und das  Ergebnis mit der Zeit steigern.

Wie findet ihr das Modell? Habt ihr vielleicht bereits Erfahrungen damit?


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4 Kommentare

  1. Chris

    Ich hatte auch ein ähnliches alternatives Kontenmodell, bestehend aus einem Tagesgeld-Konto (zum Sparen) und einem Girokonto fürs alltägliche Kleingeschäft.

    Der Clou ist nun folgender:
    Normalerweise lassen sich die meisten Menschen ihr Gehalt ja direkt aufs Girokonto überweisen und tun dann davon (wenn überhaupt was übrigbleibt) einen kleinen Betrag zum Sparen weg.
    Ich habe mir gedacht, warum nicht umgekehrt. Das Gehalt geht zuerst aufs Tagesgeldkonto! Und davon wird dann nur der Teil wieder aufs Giro weggeschickt, den man auch wirklich zum täglichen Bedarf braucht.

    IM GRUNDE sollte es ja eigentlich keinen Unterschied machen wo das Geld zuerst ist, aber es funktioniert wirklich, zumindest psychologisch, dass man so viel leichter viel mehr spart. Anstatt das Geld gleich zuerst leicht verfügbar (=verführbar 😉 auf dem „Konsumkonto“ zu haben und dann vielleicht überlegen zu müssen wieviel man davon nun sparen tut, tut man es gleich aufs „Sparkonto“ und muss jetzt also überlegen wieviel man zum Konsum ausgibt. So wird die Sache nämlich wieder vom Kopf auf die Füße gestellt und man geht viel bewußter mit dem Teil seines Geldes um, welches man zum Ausgeben benutzt.

    Das ganze setzt natürlich voraus dass man dazu auch noch mit einem Haushaltsbuch arbeitet um seine Ein/Ausgaben im Blick und im Griff zu haben. Ich spare also quasi ganz „automatisch“ und überweise mir dann den als Lebenserhaltungskosten ermittelten Betrag wie als „Taschengeld“ zurück. Und wenn das alle ist (weil man zum Beispiel mal zuviel Geld für irgendwelchen Schnickschnack ausgegeben hat) dann wird halt nix mehr konsumiert, basta. Das ganze diszipliniert einen also direkt.

    Mein Gehalt liegt so im €2000er Bereich, dieser Betrag wandert also erstmal immer komplett aufs Tagesgeld.
    Meine Ausgaben sind grob gegliedert in Unvermeidbare (die man also zahlen MUSS, egal was ist – ugf €500) und Optionale (also Sachen die ich weglassen könnte, aber mir gönne, z.b. für Lebensqualität – ugf €250) und belaufen sich auf monatlich ca. €750. Man kann also sehen, da bleibt durch die Differenz mit der Zeit ne Menge Asche hängen.

    Natürlich lasse ich das angesammelte Geld nicht mehr einfach so auf dem Tagesgeld vergammeln – gaaaanz früher, wo’s noch ordentliche Zinsen gab, war das ja okay – aber mittlerweile lasse ich nur noch einen moderaten Liquiditätsbetrag (ca 6 Monatsgehälter) auf dem Sparkonto für Eventualitäten und alle Überschüsse werden wieder in höherrentierliche Anlagen investiert.

    Von diesem ganzen „sich auch mal größer belohnen“-Zeugs, was öfter so empfohlen wird, halte ich wenig. Vielleicht bin ich auch komisch, aber ich habe schon relativ früh gemerkt das „doppelt so teuer“ nicht gleich automatisch „doppelt so toll“ heißen muss. Ich brauch nicht das aktuellste Smartphone wenn das Vorjahresmodell eigentlich genau das gleiche zum halben Preis tut. Auf die 20km zur Arbeit bringt mich mein Skoda genauso schnell wie ein Porsche und den Unterschied zwischen einem 20€-Wein und einem für 200€ habe ich sowieso nie rausschmecken können. Fernreisen hab ich schon einige gemacht und danach festgestellt dass es für meine Entspannung eigentlich egal ist ob ich mich nun an der Karibik oder an der Ostsee faulenze (letzteres ist ja sogar deutlich stressfreier). Teure Hobbies hab ich auch nicht, am meisten Spaß macht es mir noch einfach mit Freunden im Verein Sport zu treiben. Die besten Sachen im Leben sind sowieso gratis 🙂

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  2. Sparfuchs (Beitrag Autor)

    Hi Chris, erstmal Danke für deine Offenheit. Dein Sparanteil ist mit über 50% schon sensationell. Kompliment! Dein Modell ist ja vom Prinzip her ähnlich, wie das von mir vorgestellte. Es geht immer um den Kopf. Also um die Psychologie 🙂
    Man muss quasi versuchen sich selber zu überlisten. Disziplinen spielt hier natürlich eine Große Rolle.

    VG

    Sparfuchs

    Antworten
  3. Dividendenhamster

    Hi, schöner Artikel. Ich finde es gut, wenn man 50% als Sparquote hat, gerade um Momentum aufzubauen. Aus Erfahrung weiss ich aber, dass Menschen oft disziplinierter sind und vor allem bleiben, wenn man so verfährt, wie Du es aufgezeichnet hast. Also bei 10-20% auf die jeweiligen Konten. Ich habe vor langer Zeit diese recht geniale Systematik bei Bodo Schäfer gefunden, der aus meiner Sicht gute Bücher geschrieben hat. Insbesondere auch „Gesetze für Gewinner“.

    Ich denke wichtig ist überhaupt das Anfangen, die Disziplin regelmässig zu sparen und vor allem seine Goldene Gans nicht andauernd kaputt zu machen. Ausserdem gibt es auch immer eine Balance im Leben, Spannung & Entspannung sowie das (ER-) Leben findet schon vor der Rente statt, also auch mal belohnen und vor allem REISEN.

    In diesem Sinne viel Erfolg und reichlich Dividenden-Einkommensströme, Gruß René

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  4. Rita Stegmann

    Hallo Sparfuchs.
    Du hast das Modell sehr gut beschrieben.
    Ich habe das System, ebenfalls wie Dividentenhamster, bereits bei Bodo Schäfer kennen gelernt. Es ist ein leicht umsetzbares, aber sehr effektives System. „Bezahle zuerst dich selbst“.
    Wie hoch die Sparsumme ist, denke ich, ist am Anfang erst einmal zweitrangig. Denn mit der Zeit sieht man den Erolg und da stellt sich meist automatisch eine Erhöhung, wenn möglich ein.

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