Selbstversorgung – Sparen mit dem eigenen Garten

 

 

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Sparen mit dem eigenen Garten? Was soll das denn heißen? Und was ist wenn ich keinen Garten habe? – Fragen über Fragen. Aber der Reihe nach. Um das Sparpotenzial zu begründen, muss man ein wenig weiter Blicken. Wofür gibt der Normalbürger sein Geld aus: Miete, Mobilität, Freizeit und natürlich Lebensmittel. Die Verbindung zu den Begriffen Selbstversorgung und auch Garten liegt im letzten Punkt, nämlich Lebensmittel. Insbesondere Obst und Gemüse sind im Verhältnis hier in Deutschland relativ teuer. Wenn man zudem nicht Diskounterware kaufen möchte und stattdessen auf Biogemüse zurückgreift, bezahlt man im Monat schon eine Menge Geld. Darum kann sich Selbstversorgung auch im kleinen Rahmen schon lohnen und bares Geld einsparen. Es ist erstaunlich, was man alles selber anbauen, herstellen und erzeugen kann. Angefangen von Beeren und Früchten, wie Erdbeeren, Johannisbeeren und Himbeeren. Über Gemüse von B wie Bohnen bis Z wie Zwiebeln. Selbst Waschmittel oder Shampoo lässt sich selber aus Dingen herstellen, die heimische Flora und Fauna zu bieten haben.

 

Voraussetzung: Zeit und Hingabe

 

Klar ist aber auch. Nur einen Garten zu besitzen, hilft leider nicht viel. Es kostet schon ein paar Stunden pro Woche Zeit um den Pflanzen die nötige Zuwendung entgegen zu bringen. Außerdem ist einiges an Wissen notwendig. Die Pflege geht weit drüber hinaus, als ein paar Mal gießen und ein bisschen Dünger streuen. Aber mit ein wenig Geschick und dem Glück des Tüchtigen kann es prinzipiell jeder schaffen. Auch bei diesem Thema lernt man nie aus. Einen guten Einstieg bietet das Buch Selbstversorgung aus dem Garten von  John Seymour. Das Buch gibt es schon in der 9. Auflage und ist ein toller Begleiter und Nachschlagewerk. Es werden alle wichtigen Themen behandelt wie z.B. Planung, Bodenbearbeitung, Pflanzenvorstellungen, Düngen, Kompost und sogar ein Teil zur Nutztierhaltung. Insgesamt eine sehr lohnende Investition und ein guter erster Schritt zur Selbstversorgung.

 

Kein Garten: Ein Balkon oder die Wohnung geht auch

 

Nun sagen wahrscheinlich viele: „Ich habe leider kein Garten, darum kommt Selbstversorgung für mich nicht in Frage“. Nun das ist ein Grund, aber kein Hindernis! Denn auch mit einem Balkon lässt sich schon einiges machen. Hier muss man entsprechend mit dem verfügbaren Platz haushalten. Natürlich kann man hier die Pflanzen schlecht in den Boden einpflanzen. Aber es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie man auch hier Pflanzen halten kann: Zu aller erst natürlich der Blumentopf bzw. Blumenkübel. Wie viele man aufstellen kann, hängt natürlich vom Balkon selbst ab. Pflanzkasten eigenen sich auch super für den Balkon. Denn so wird der Platz sehr effektiv genutzt. Hier könnte man z.B. Pflücksalat oder Kräuter anbauen. Es gibt sogar Minigewächshäuser die man auf einem Balkon aufstellen kann. Gerade für die Anzucht, ist so ein Gewächshaus sehr nützlich. Es schütz die kleinen Pflänzchen vor Wind und Kälte. Außerdem ist es ein echter Hingucker. Denn wer kann schon von sich behaupten ein Gewächshaus auf dem Balkon zu haben. Neu für mich, habe ich Pflanztasche entdeckt. Der Vorteil bei den Taschen ist, dass sie sich im Winter super verstauen lassen und somit kein Platz verschwenden.

 

Welche Pflanzen kann man nun auf einem Balkon anpflanzen? Da gibt es eine ganze Reihe und bestimmt noch viele mehr:

Radieschen

Paprika

Chili/Peperoni

Pflücksalat

Zucchini

Obergiene

Tomate

Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Salbei, Thymian)

 

Aber auch ein Johannesbeerbusch oder ein paar Erdbeerpflanzen, lassen sich ohne Probleme auf dem Balkon halten.

 

Ein kurzes Resümee

Durch die Nutzung des eigenen Garten oder des Balkons zum Anbau von Obst und Gemüse hat man eine gute Möglichkeit sich ein wenig unabhängiger von Lebensmittelgeschäften zu machen und Geld beim Einkaufen zu sparen. Neben dem Sparansatz durch Selbstversorgung, bietet der eigene Anbau natürlich noch viele weitere Vorteile. Der Geschmack ist in der Regel um Welten besser und man weiß definitiv wo das Gemüse oder Obst herkommt und frei ist von Chemikalien und Pflanzenschutzmitteln. Außerdem macht es zudem großen Spaß das Gemüse wachsen zu sehen und am Ende das eigene Gemüse zu ernten und schließlich zu genießen. Man bekommt dadurch einen ganz anderen Bezug zu Lebensmitteln und eine ganz andere Wertschätzung.

 

Übrigens: Es wird immer beliebter auch in Sachen Energie sich unabhängig zu machen. Auch aufgrund der steigenden Energiepreise wechseln immer mehr Hausbesitzer zu Kamien bzw. Holzofenlösung für die eigene Wärmeerzeugung. Und dahinter steckt auch einiges an Sparpotenzial. Inbesondere wenn man mit der eigenen Kettensäge für ausreichend Brennholz sorgt. Denn oft kann man aus der Nachbarschaft günstig oder sogar ganz umsonst an Holz kommen und spart dadurch enorm viel Geld. Falls man genug Landfläche besitzt, kann man sogar sein eigenes Holz anbauen, z.B. mit dem am schnellsten wachsenden Baum der Welt, dem sogenannten „Kiri-Baum“.


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3 Kommentare

  1. Marco

    Hallo,

    das man Einsparen kann, kann ich ebenfalls bestätigen, ein Tütchen Salatsamen kostet wenige Cent und reicht für ca. 15-20 mal Ernten! Wasser ist glücklicher Weise auch nicht so teuer 🙂

    LG
    Marco

    Antworten
    1. Sparfuchs (Beitrag Autor)

      Hi Marco. Stimmt absolut. Aber falls man Platz zur Verfügung hat (auch wenn nur wenig) bietet das noch weit mehr Potenzial, als nur Salat. Außerdem kann man das Saatgut auch vom Vorjahr sammeln und muss es dann nicht mal kaufen.

      Antworten
  2. Markus

    Das sind wirklich ein paar sehr interessante Ansätze. Du hast dir auf jeden Fall sehr große Ziele gesetzt.
    Viel Erfolg!

    Antworten

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