Was bedeutet eigentlich „reich sein“ ?

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Reich sein – eigentlich möchte jeder reich sein. Aber was genau bedeutet denn reich sein. Bin ich wenn ich 100.00€ auf dem Konto habe bereits reich? Naja – das Adjektiv „reich“ kommt von dem Subjekt „Reichtum“.

Schauen wir uns zunächst einmal an wie Reichtum definiert wird:

Reichtum bezeichnet den Überfluss an geistigen oder gegenständlichen Werten.
Quelle: Wikipedia

Das heißt also Reichtum kann neben den materiellen Dingen auf das Geistliche bezogen werden. Was aber kaum Beachtung findet, auch weil geistlicher Reichtum schwer messbar ist. Denn wenn man von „reich sein“ oder von Reichtum spricht, meint man in der Regel das Vermögen, was eine Person besitzt oder die Höhe des Einkommens.

Aber was genau das jetzt für den einzelnen Menschen bedeutet. Lässt sich nicht beantworten. Denn was man als „reich“ bezeichnet hängt alleine von der subjektiven Wahrnehmung jedes Menschen ab. Ein Einkommen von 2000€ netto kann für eine Person, die Sozialleistungen bezieht schon als reich wahrgenommen werden. Der Nachbar mit dem Porsche als Zweitwagen empfindet sich selber nicht als reich, sondern sagt, der Topmanager der XYZ-AG  mit einem Jahresgehalt von 3 Mio.€ ist reich.

Also die Wahrnehmung wen man selber als „reich“ bezeichnen würde, ist sehr abhängig von dem eigenen Lebensstandard und von den persönlichen Werten. Auch über die Landesgrenzen variiert die Vorstellung von „Reichtum“. Je nachdem wie hoch die Lebenserhaltungskosten in dem jeweiligen Land sind, ist die Vorstellung von Reichtum eine andere.

Die Wahrnehmung von Reichtum kann sich auch mit Verlauf des eigenen Lebens verändern. Wenn der eigene Lebensstandard ansteigt, wird sich die Wahrnehmung von Reichtum auch verändern. Denn man glaubt selber nicht unbedingt, dass man „reich“ ist.

Beispiel: Herr Müller (50 Jahre) glaubt selber nicht, dass er reich ist. Herr verdient 5000€ netto. Er wohnt in einem Einfamilienhaus, fährt ein Mittelklassewagen, hat zwei Kinder mit entsprechenden Hobbys, und gibt sonst aber nicht mehr Geld aus als andere. Das Geld ist jeden Monat fast immer weg. Dementsprechend empfindet er sich selber nicht als reich.

Vor 20 Jahren hatte er ein netto Einkommen von 2000€ und ist damit auch über die Runden gekommen. Hätte man Ihn damals gefragt ob er sich mit einem Einkommen von 5000€ als reich bezeichnen würde, hätte er vielleicht mit Ja geantwortet.

Das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat festgelegt, dass eine Familie in Deutschland, die auf ein Haushaltseinkommen von von mehr als 60.000 Euro netto im Jahr (5.000 Euro im Monat) kommt, als Spitzenverdiener gilt, d.h. als reich bezeichnet werden kann. Bei Singles liegt der Wert etwa bei 28.000 Euro im Jahr (2.333€ netto pro Monat). Die Werte stammen aus dem Jahr 2012.

Ab welchem monatlichen Nettoeinkommen würdest du dich als "reich" bezeichnen?

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Ich persönlich finde Leute die mehr als 4000€ monatlich verdienen als reich. Das bedeutet über den Daumen gerechnet, dass die Leute  abzüglich aller laufenden Kosten, die man als normal Bürger nun mal hat (Miete, Auto, Lebensmittel, Versicherungen, ggf. Kinder usw.), 2000€ zur freien Verfügung haben. Mit 2000€, also nur für Freizeit und Hobby, lässt sich schon was anfangen und dies hat bestimmt nicht jeder. 

 

Schlusswort: „Reich sein“ oder Reichtum liegt immer im Auge des Betrachters und kann pauschal nicht mit einer Summe x beziffert werden. Allerdings gibt es schon eine Grenze an Einkommen, mit dem der Normalsterbliche gut  auskommen kann. Die Summe von 2333€ netto im Monat als Single des DIWs finde ich hier schon passend. Alles darüber wird nur für einen höheren Lebensstandard gebraucht, was nicht unbedingt erforderlich ist um ein gutes Leben führen zu können


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2 Kommentare

  1. Chris

    Ich halts da mit dem alten Epikur:
    Am „reichsten“ ist der mit den wenigsten Sorgen. Über Reichtum wird meist in Bezug auf Geld geredet, weil das halt eine leicht messbare Größe (im Ggs zu so abstrakten Sachen wie Glück und Zufriedenheit) ist, aber welche Funktion hat denn das Geld dabei ? Es ist auch nur Mittel zum Zweck, sich die Dinge die man brauch (und so manche, die man nicht braucht) zu holen. Menschen fühlen sich umso besser, je mehr Kontrolle sie über ihr eigenes Leben haben, und da spielt Geld nunmal eine große Rolle (kann jeder bestätigen der schonmal wenig/kein Geld hatte und man immer nur auf andre angewiesen/abhängig ist, wie sich das so anfühlt)

    Antworten
    1. Sparfuchs (Beitrag Autor)

      Hi Chris,

      weiser Spruch. Allerdings nehmen die Sorgen mit zunehmenden Vermögen/Geld nicht unbedingt ab. Was viele Menschen aber glauben. Ein großer Trugschluss, wie ich finde. Sorgenfrei wird man nie sein. Dann wäre das Leben auch ein wenig langweilig 😉
      Dennoch sehe ich es ähnlich wie du. Geld ist auch nur mittel zum Zweck. Ich denke das Sicherheitsbedürfnis spielt hier eine große Rolle.

      Antworten

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