Nebenkosten Hauskauf – Besser vorher richtig rechnen

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Wie man eine Wohnung kauft haben wir bereits hier in einer Schritt für Schirtt Anleitung erklärt. Hier soll es nun um die Kosten gehen die so ein Hauskauf mit sich bringt. Wer eine Immobilie, sprich ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte benötig ein relativ gut gefülltes „Sparschwein“. Da kann es passieren, dass man schon bei der Hohe des Kaufpreises schlucken muss. Dabei ist damit ja noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht.

Die Kosten richtig Kalkulieren: Nebenkosten Hauskauf

 

Denn zu dem vereinbarten Kaufpreis kommen noch die sogenannten Kaufnebenkosten dazu! Da kommen dann mal eben nochmal 15% vom Kaufpreis oben drauf. Und dann ist in der Regel immer noch nicht Ende. Denn Umzug und eine mögliche Renovierung sind auch nicht umsonst. Also, ganz so einfach ist das mit den Kosten also nicht. Wie man diese nun genau ausrechnet möchte ich im Folgenden erklären.

 

Der Kaufpreis

Da ist natürlich der vereinbarte Kaufpreis. Der gehört selbstverständlich nicht zu den Kaufnebenkosten. Aber er ist bei allen Nebenkosten die Grundlage, da die meisten weiteren Kosten sich prozentualisch auf den Kaufpreis beziehen.  Das bedeutet je höher der Kaufpreis ist, desto höher auch die Kaufnebenkosten.

 

Maklercourtage – Kann, muss aber nicht sein

Wenn das Haus oder die Wohnung durch einen Makler vermittelt wurde, bekommt dieser dafür eine Courtage. Die Höhe dieser Gebühren liegen zwischen 3,57% und 7,14% und man kann versuchen ein wenig zu handeln. Natürlich kann man sich auch eine Immobilie suchen, die privat verkauft wird und sich damit diese Kosten zu sparen. Allerdings werden mehr als die Hälfte der verkauften in Deutschland Immobilien über einen Makler verkauft.

 

Grunderwerbsteuer – Das Finanzamt hält auch die Hand auf

Jaja… Vater Staat möchte selbstverständlich auch nicht leer ausgehen. Darum erhebt er einfach so die sogenannte Grunderwerbsteuer. Sie ist von allen Nebenkosten der größte Kostenfaktor, außer man hat einen extrem teuren Makler. Die Höhe liegt zwischen 4,5% und 6,5% und wird von jedem Bundesland selber festgelegt. In den letzten Jahren, wurden die Grunderwerbsteuer fast überall in Deutschland nagehoben.

 

Notar –  Er bekommt Geld fürs vorlesen

Der Kauf von einem Haus oder einer Wohnung muss notariell beurkundet werden. Die Kosten für den Notar liegen bei ca. 1% des Kaufpreises. Falls eine Grundschuldeintragung vorgenommen werden muss, das heißt z.B. ein Darlehn auf die Immobilie aufgenommen wird, erhöhen sich die Kosten für den Notar auf ca. 1,2%.

 

Grundbuchamt – Geld für eine Notiz

Jetzt fallen noch ca. 0,5% für die Umschreibung der Immobilie im Grundbuchamt an.

 

Die Abrechnung

Zählt man nun alle Kosten zusammen, kommt man auf zusätzliche Kaufnebenkosten von minimal ca. 9,5% bis maximal knapp über 15% bezogen auf den Kaufpreis. Nicht gerade wenig!

 

Zum Schluss: Eine Beispielrechnung. Wir möchten eine Wohnung mit Finanzierung in Köln kaufen.

Kaufpreis                                                     150.000€
+ 3,57% Makler5.355€
+ 6,5% Grundsteuer (NRW)  9.750€
+ 1,2% Notar    1.800€
+ 0,5% Grundbuchamt 750€
Gesamt:  167.655€
+ Umzugskosten
+ Renovierungskosten

 

Fazit

Was nun nochmal die Schlussrechnung unterstreicht: man sollte die Kaufnebenkosten bei einem Immobilienkauf auf keinen Fall unterschätzen. Mit Renovierung und Umzug können sind aus den ursprünglichen 150.000€ mal eben rund 170.000€ geworden. Diese 20.000€ mehr sind ja kein Pappenstiel. Darum: Vorher hinsetzen und alles genau nach diesem Muster durch rechnen und mit seiner Finanzierung abgleichen. Wenn dann alles stimmt, ist man der eigenen Immobilie ein ganzes Stück näher gekommen.           


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