Geld sicher anlegen – Es kommt auf deinen Zeithorizont an

Geld sicher anlegen – Dies ist ein Punkt, der insbesondere uns Deutsche sehr beschäftigt. Denn mit dem Risiko wird unser Völkchen auch in naher Zukunft keine Freundschaft schließen. In diesem Beitrag möchte ich in Bezug auf das Risiko beim Geldanlegen ein wenig Aufklärung leisten und vielleicht die kritische Haltung gegenüber risikoreicheren Anlageformen, wie z.B. Aktien, ein wenig auflockern.

 

Geld sicher anlegen – Was versteht man eigentlich darunter

Würde ich die Leute fragen: „Was versteht ihr unter Geld sicher anlegen“, würden die Antworten fast alle in die gleiche Richtung gehen. Ein Punkt ist nämlich hier ganz besonders wichtig, nämlich die Sicherheit. Was ist damit gemeint? Es geht um die Sicherheit oder anders gesagt, um die Gewähr, dass dass eingesetzte Kapital erhalten bleibt und nicht weniger werden kann. Es soll also „sicher“ sein.

Gewähr/ Garantie, dass das eingebrachte Kapital erhalten bleibt = sichere Geld Anlage

Diese Gewähr hat man z.B. bei folgenden Anlage-Möglichkeiten

  • Tagesgeldkonto
  • Sparbuch
  • Festgeld

Bei diesen Anlagen, bekommt man nach der Laufzeit bzw. beim Auflösen des Kontos, mindestens den Betrag wieder zurück, den man angelegt hat. Das ist im Prinzip gut. Allerdings bleibt hier eines in der Regel auf der Strecke: Die Rendite. Bei diesen Anlageformen gleicht die erzielbare Rendite nur die Inflation aus, oft liegt sie sogar darunter. Das bedeutet im Umkehrschluss, wir bekommen zwar unser eingesetztes Kapital plus Zinsen wieder zurück, aber die Kaufkraft dieser Summe ist im ungünstigen Fall sogar niedriger als vor der Anlage. Das bedeutet, du kannst dir dann weniger von deinem Geld kaufen als zuvor, weil die Preise im Anlagezeitraum entsprechend gestiegen sind. Dies ist der Preis, den man für eine garantierte „sichere Geldanlage“ zahlen muss. 

Im Grund genommen, verfolgt jeder den Ansatz sein Geld „sicher“ anzulegen, der Geld anlegen möchte. Denn wer will schon Geld verlieren. Niemand, ist ja klar. Klar ist aber auch, dass ich und du wahrscheinlich auch, eine möglichst gute Rendite erzielen möchten.

 

Geld sicher anlegen? Es gilt: Gute Rendite = kalkuliertes Risiko

Es ist, wie so oft im Leben: Niemand hat etwas zu verschenken. Das trifft im übertragenden Sinne auch auf das Thema Geld und Rendite zu. Eine gute Rendite bekommt man nicht einfach so. Den Preis, den du“zahlen“ musst, ist das Risiko, was du bereit bist einzugehen.

Das Ganze und vor allem der Begriff „Risiko“ hört sich für die meisten sehr negativ an und abschreckend an. Dabei ist die Sache, sachlich und nüchtern betrachtet, überhaupt gar nicht schlimm. Es ist vollkommen klar, dass ich ein gewisses Risiko eingehen muss, um auch eine gute Rendite zu bekommen. Doch was heißt dies im konkreten Fall: „ein Risiko eingehen“. Was kann eigentlich wirklich passieren? Genau das musst du dir klar machen! 

Die Angst das Risiko bei einem Investment einzugehen, besteht ja darin, dass du Angst hast einen Teil oder sogar dein gesamtes eingesetztes Kapital zu verlieren. In welchem Fall könntest du also Geld bei einem Aktieninvestment verlieren?

Fall 1: Das Unternehmen geht pleite: Dies kann im schlimmsten Fall natürlich passieren. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit? Wenn du die Aktie sorgfältig ausgewählt hast und genau analysiert hast, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich gering. Daher ist die sorgfältige Auswahl und Analyse des Unternehmens vor dem Kauf auch so extrem wichtig. 

Es sei denn, es  passiert etwas extrem außergewöhnliches, wie zum Beispiel ein Krieg oder eine Naturkatastrophe, was dann dem Unternehmen stark zusetzt. In solchen extrem Situationen hat man aber dann meistens noch viel größere Probleme, als seine Geldanlage.

Fall zwei: Du verkaufst mit Verlust: Dass eine Aktie auch mal in der Verlustzone ist, ist ganz normal und auch nicht weiter schlimm. An der Börse geht es nun mal auf und ab. Benötigst du nun Geld, was du in einer Aktie investiert hast und diese befindet sich gerade im Minus, ist dies sehr schlecht. Denn in diesem Fall erleidest du einen Verlust. 

 

Ich spreche gerne vom kalkuliertem Risiko. Ich investiere in aller Regel im langfristig und verfolge dabei die Dividendenstrategie, um mir so Step by Step ein passives Einkommen aufzubauen. Wenn ich also in eine Dividendenaktie investiere, überlege ich mir im Vorfeld: „Glaube ich, dass dieses Unternehmen in den nächsten Jahrzehnten keine größeren Probleme bekommen wird und nicht pleite gehen wird?“ Wenn ich dies mit „ja“ beantworte, dann spricht erstmal grundsätzlich nichts gegen ein Investment. Ich halte also das Risiko für eher gering und bin bereit dieses Einzugehen. Trotzdem bin ich mir des Risikos jederzeit bewusst. Denn nur wenn ich als Anleger auch bereit bin ein Risiko einzugehen, kann ich auch eine gute Rendite erzielen. Das ist einfach ein Fakt!

 

Der Zeithorizont – Mache dir deine Ziele klar

Ein ganz entscheidender Punkt beim Thema Geld sicher anlegen, ist der dein Zeithorizont bzw. der Zeitraum, in dem du Geld anlegen möchtest. Außerdem spielen in dem Zusammenhang auch deine Ziele eine wichtige Rolle. Möchtest du dein Geld anlegen, weiter ansparen und dann bei einer bestimmten Summe eine größere Ausgabe tätigen? Zum Beispiel ein Auto kaufen oder einen Kredit tilgen? Dann hast du also einen eher kurzen Zeithorizont für deine Geldanlage und möchtest zwar eine Rendite erzielen, aber zu einem bestimmten Zeitpunkt deine gesammte Sparsumme abrufen können, ohne Verluste zu erleiden. Dies schränkt deine Anlagemöglichkeiten ein. Anders sieht es aus, wenn du dein Geld für einen sehr langen Zeitraum anlegen möchtest, um zum Beispiel für das Alter vorzusorgen, um Vermögen zu bilden und passives Einkommen zu generieren. In diesem Fall profitierst du langfristig enorm vom Zinseszinseffekt und vorübergehende Schwankungen am Markt, kannst du Mühelos aussitzen. 

Hier nochmal die grundlegende Unterscheidung beim „Geld sicher anlegen“ zusammengefasst:

 

Geld vorübergehend parken: Wenn du dein erspartes Geld nur für eine bestimmte, relativ kurze Zeit anlegen möchtest und dann für eine Ausgabe benötigst (Autokauf, Urlaub, Kredit-Ablösung usw), dann solltes du eher nicht in Aktien, Immobilien, Gold oder andere im Wert schwankende Anlage-Möglichkeiten investieren. Denn sonst kann es im unglücklichen Fall passieren, dass du in der Verlustzone bist und dann verkaufen musst, weil du dass Geld brauchst. Daher würde ich dir raten, dein Geld auf einem Tagesgeldkonto zu parken, sodass du ohne Probleme auch jederzeit an dein Geld kommst. 

 

Geld langfristig anlegen: Wenn du dein Geld dagegen langfristig anlegen und für dich arbeiten lassen möchtest (Altersvorsorge, Vermögen bilden, passives Einkommen), dann spricht absolut nichts gegen die Anlage in Aktien, ETF’s oder auch evt. Immobilien. Klar schwanken hier die Preise, aber die Vergangenheit hat gelehrt, dass mit diesen Anlageformen die beste Rendite zu erzielen ist und langfristig das Risiko überschaubar ist. In diesem Fall legst du Geld an, dass du aktuell und auch in naher Zukunft nicht benötigst und was langfristig für dich arbeiten kann. Als „langfristigen“ Anlagezeitraum würde ich mindestens 10 Jahre bezeichnen. 


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