Fondsanlage zum Sparen: Darauf ist zu achten

Wie sehen die Möglichkeiten zur Geldanlage und Vermögensbildung anno 2017 aus? Aufgrund der Niedrigzinsen leider gar nicht so üppig. Sichere Anlageprodukte wie das Tagesgeld oder Festgeld lohnen sich kaum noch, Aktien und Börsengeschäfte sind wiederum vielen zu risikoreich, weil es Kursschwankungen und Verlustrisiken gibt. Doch ein Anlageprodukt gibt es noch, welches lukrativ und dennoch nicht allzu risikoreich ist: die Fondsanlage. Viele haben davon gehört, aber letztendlich kennen sich immer noch nur wenige wirklich damit aus. Deshalb nimmt sich dieser Beitrag der Frage an, worauf beim Investment in einen Fonds eigentlich zu achten ist.

Fonds vs. Aktien – Was sind die Unterschiede?

Eigentlich handelt es sich bei Fonds und Aktien um die gleichen Produkte, nur dass wir bei Aktien von einzelnen Wertpapieren sprechen und bei Fonds von gebündelten Wertpapieren. Fonds sind nichts anderes als ein Zusammenschluss mehrerer Aktien in einem Paket. Die getätigten Investments werden grundsätzlich auf die verschiedenen Fondsteile aufgeteilt. Fonds sind in vielerlei Hinsicht ein gutes Anlageprodukt. Wer sich auskennt, der kann natürlich auch in einzelne Aktien investieren und seine Chancen sichern. Wer sich aber nicht auskennt, ist in dieser Welt absolut verloren. Beim Fonds spielt es eine untergeordnete Rolle, ob man sich auskennt oder nicht. Man sollte nur das Grundprinzip verstanden haben.

Denn den Rest übernimmt ein spezialisierter Fondsmanager. Er verwaltet das Geld und die enthaltenen Aktien. Dafür müssen Fondsanleger ein paar Prozent ihres eigentlichen Jahresgewinns abgeben. Außerdem sind Fonds in der Risikofrage top. Einmal, weil der Fondsmanager weiß, was er tut und zweitens, weil man durch die Sammelinvestition in verschiedene Aktien das Risiko streut. Sollte eine Aktie kurstechnisch ausbrechen, dann können alle anderen die Entwicklung immer noch auffangen und der Verlust ist nur marginal.

 

Worauf sollte man beim Fondsinvestment achten?

Aber auch, wenn man dem Fondsmanager vertrauen kann und allgemein kein zu hohes Risiko fürchten muss, sollte man beim Fondsinvestment noch ein paar Dinge beachten. Insbesondere mit Blick auf den zuvor genannten Punkt, dass der Fondsmanager einen Teil der eigenen Gewinne erhält. Die Kosten und Gebühren sind ein wichtiges Thema. Passt man nicht auf, dann kann es passieren, dass von einer ganz guten Rendite von 7 Prozent im Jahr nur noch 4 Prozent übrigbleiben. Zu beachten sind auch die Kosten und Gebühren von Depotkonten bei der Bank, die für eine Fondsanlage dringend erforderlich sind. Genau wie die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge, sofern man keinen Freistellungsauftrag gemacht hat.

Außerdem ist der Risikofaktor auch dann zu beachten, wenn die Anlage grundsätzlich sicher vor massiven Einbrüchen ist. Denn auch bei Fonds gibt es solche und solche. Es gibt die Fonds mit geringem Risiko, die aber auch keine allzu hohe Rendite mitbringen. Und es gibt sogenannte Spekulationsfonds, bei denen sehr hohe Gewinne möglich sind, aber bei denen es auch schiefgehen kann. Anleger müssen sich darüber dringend im Klaren sein. Besser ist es, zu Beginn auf gering bis mittelmäßig risikoreiche Fonds zurückzugreifen, auch wenn diese noch keine besonders großen Gewinne bringen.

Denn schaut man sich die letztjährige Geldanlagesituation in Deutschland an, ist es überhaupt schon ein guter Schritt, in einen Fonds investiert zu haben. Viele Leute lassen ihr Geld einfach auf dem Tagesgeldkonto oder in anderen nicht wirklich ertragreichen Produkten liegen und verschenken eine Menge Potenzial. Nur wer sein Geld für sich arbeiten lässt, kann sein Vermögen langfristig auch effektiv vermehren.

 

Was genau ist unter der Alternative ETF zu verstehen?

In den letzten Jahren wurde eine Alternative zum Fonds recht populär. Sie nennt sich ETF (Exchange Trading Funds) und funktioniert genauso wie das bislang vorgestellte Anlageprodukt. Jedoch gibt es hier keinen Fondsmanager, sondern nur technische Algorithmen. Sie formen bereits am Markt bestehende Fondsprodukte eins zu eins nach und reagieren automatisch auf Veränderungen. ETFs sind deshalb eine beliebte Alternative, weil die Kosten für einen Fondsmanager wegfallen. Sofern überhaupt Abgaben von den Gewinnen erforderlich sind, fallen diese äußerst gering aus. Daher ist ist ETF für die meisten Anleger die bessere Wahl.


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