Beim Vermögensaufbau ist ein kluges Risikomanagement unverzichtbar

Wenn Du Dir langfristig Vermögen aufbauen möchtest, hast Du verschiedene Wege zur Auswahl. Einige Geldanlagen können Dir hohe Renditen einbringen, gleichzeitig musst Du aber auch erhebliche Verlustrisiken einkalkulieren. Ein Beispiel dafür wäre der Handel mit Aktien und Währungen. Setzt Du ausschließlich auf vollständig sichere Vermögensanlagen, musst Du Dich meistens mit einer niedrigen Rendite begnügen. Der ideale Weg wäre es also, mehrere Varianten der Geldanlage miteinander zu kombinieren. Das wird in der Fachsprache diversifizierte Anlagestrategie genannt. Die Bezeichnung, ist abgleitet vom lateinischen Begriff „diversus“ für „verschieden“.

 

Welche Vorteile hat eine diversifizierte Anlagestrategie?

Der entscheidende Pluspunkt ist eine Risikominimierung bei gleichzeitiger Sicherung einer mittleren Rendite. Dabei werden die Geldanlagen möglichst gleichmäßig auf verschiedene Grundbereiche verteilt. Dazu gehören Immobilien, festverzinsliche Wertpapiere und schnell handelbare Werte und Börsenprodukte. Innerhalb der drei Grundbereiche erfolgt ein weiteres Splitting der Geldanlagen. Damit können Wertverluste einer Anlage mit den Gewinnen einer anderen Anlage kompensiert werden. Mit einer solchen Anlagestrategie ist ein Komplettverlust des Vermögens nahezu ausgeschlossen. Genau deshalb wird dieser Mix auch von den großen Fondsgesellschaften praktiziert. Sie streben selbst innerhalb von Teilmärkten (beispielsweise der Anlage in Aktien) eine breite Streuung an.

 

Welche Arten von Immobilien kommen für den Vermögensaufbau infrage?

Aktuell rangiert Wohneigentum ganz vorn. Soll es spätestens bei der Pensionierung selbst genutzt werden, erhöht sich die durch Wertsteigerungen erzielbare Rendite zusätzlich durch die staatlichen Förderungen und Steuervorteile. Der Kauf von Immobilien ist parallel zum Zwecke einer Vermietung interessant. Dafür eignen sich sowohl Gewerbeimmobilien als auch Wohnimmobilien. Welche Immobilienart mehr Gewinn bei der Vermietung verspricht, ist direkt vom Standort abhängig. In Metropolen (wie beispielsweise Frankfurt am Main) sind Bürogebäude ebenso interessant wie Wohngebäude. Auch eine Beteiligung an Kultur- und Sportimmobilien kann hier langfristig überdurchschnittlich hohe Gewinne bringen.

 

Was gehört zur Kategorie festverzinsliche Wertpapiere?

Für die Geldanlage in Wertpapieren mit fester Verzinsung kommen Anleihen, Rentenpapiere, Schuldverschreibungen und Obligationen infrage. Besonders beliebt sind Staatsanleihen und Unternehmensanleihen. Hierbei sind jedoch vor allem bei langer Laufzeit mehrere Risiken zu beachten. Das allgemeine Zinsniveau kann sich ändern, sodass der vereinbarte Zins während der Laufzeit seine Lukrativität verliert. Unternehmen können während der Laufzeit in Konkurs gehen. Bei Staatsanleihen ist dieses Risiko deutlich geringer. Außerdem muss die Entwicklung der Inflationsrate berücksichtigt werden. Der vereinbarte Zins sollte also deutlich über der prognostizierten Inflationsrate liegen oder als Indexzins direkt von der Inflationsrate abhängig sein. Zusätzlich solltest Du bei einer solchen Geldanlage darauf schauen, ob, wann und wie Du die Wertpapiere verkaufen kannst.

 

Was gehört zu den schnell handelbaren Geldanlagen?

In dieser Kategorie finden sich Aktien, Devisen, Rohstoffe, Edelmetalle sowie Edelsteine. Bei ihnen sorgt die schnelle Handelbarkeit dafür, dass die Preise stark schwanken. Außerdem können sich unternehmensstrategische und personelle Veränderungen auf die Aktienwerte auswirken. Bei den Devisen sind es politische Ereignisse, die Einführung und Abschaffung von Zöllen, die Vereinbarung oder Aufhebung von Handelsabkommen sowie die Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsdaten, die erhebliche Kursschwankungen oft binnen weniger Minuten nach sich ziehen. Das beste Beispiel dafür ist der massive Einbruch des US-Dollars nach den Terroranschlägen im September 2001. Goldpreise sind von sehr vielen Faktoren abhängig. Hier spielen Schwankungen der allgemeinen Anlagezinsen ebenso eine Rolle wie die steigende Nachfrage aus der Elektronikindustrie. Weltpolitische Unruhen und größere Wirtschaftskrisen führen häufig zu einer „Flucht ins Gold“. Das zeigte die Zeit nach dem Beginn der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2008. Edelsteine sind dagegen trotz der schnellen Handelbarkeit relativ wertstabil. Das gilt insbesondere für hochkarätige und lupenreine Diamanten.

Fazit: Wenn Du langfristig stabile Renditen haben möchtest, kommst Du um einen Mix aus risikobehafteten und sicheren Anlageformen nicht herum. Verwaltest Du Dein Portfolio selbst, solltest Du dennoch Anlagen mit besonders hohem Risiko und zahlreichen Einflussfaktoren meiden. Auch bei schnell handelbaren Anlageformen gibt es Produkte, die eine relative Wertstabilität aufweisen.

 


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