10000 Euro anlegen & 50000 Euro anlegen – Diese Möglichkeiten hast Du

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 10000 Euro anlegen & 50000 Euro anlegen – Wir Deutschen sind nicht nur im Fußball Weltmeister, sondern auch Sparweltmeister und viele haben schon den ein oder anderen Euro zur Seite gelegt. Doch was tun mit dem Geld. Wie lege ich es am sinnvollsten an? Diese Frage stellen sich viele tausend Menschen und ich versuche in dieser Artikel eine Antwort auf diese Frage zu geben. Im 1. Teil haben ich erklärt, wie man 1000 Euro anlegen & 5000 Euro anlegen kann und habe erläutert, wie ich dieses Summen anlegen würde.

 

In diesem Teil der Serie, soll es darum gehen, wie man mittlere Geldbeträge gewinnbringend anlegen kann, genauer gesagt, wie man am 10000 Euro anlegen bzw. 50000 Euro anlegen kann, um eine gute Rendite zu bekommen. Denn mit einem Größeren Anlagekapital, ändern sich zum Teil auch die Anlagemöglichkeiten. Mehr dazu jetzt.

 

Artikel-Serie Geld anlegen – Übersicht

Teil 1: 1000 Euro anlegen & 5000 Euro anlegen

Teil 2: 10000 Euro anlegen & 50000 Euro anlegen

Teil 3: 100000 Euro anlegen & 1 Mio. Euro anlegen

 

10000 Euro anlegen & 50000€ Anlegen – die Möglichkeiten

Wer es geschafft hat, 10.000€  oder sogar 50.000€ zusammen zu sparen, kann schon stolz auf sich sein, denn das schaffen nicht alle Menschen in ihrem Leben. Nun möchten viele Menschen dieses Geld anlegen und natürlich am besten gewinnbringend.

Bevor ich dir erkläre, wie ich 10000 Euro anlegen bzw. 50000 Euro anlegen würde, gehen wir kurz nochmal die Möglichkeiten durch, wie man das Geld anlegen könnte.

 

1. Möglichkeit: Sparbuch, Tagesgeldkonto oder Festgeld

Wie ich auch schon im ersten Teil erklärt habe, macht die Anlage auf den diversen Sparkonten (Tagesgeldkonto, Sparkonto etc.) nur Sinn wenn es sich dabei um euren Notgroschen handelt, den ihr für Notfälle benötigt oder ihr hier das Geld nur vorrübergehen parken möchtet. Eine echte Geldanlage für Kapitalsummen von 10.000€ oder 50.000€ ist dies bei Spar-Zinsen nahe der Null ehrlich betrachtet nicht, eher im Gegenteil, da die Inflation sogar höher ist und damit eurer Geld so Jahr für Jahr an Kaufkraft verlieren würde.

Fazit – 10000 Euro anlegen bzw. 50000 Euro anlegen auf dem Sparbuch, Tagesg. o.Ä.: 

Jährlich ca. 50€ Zins-Ertrag bei 10.000€ bzw. 250€ Ertag bei 50.000€ bei angenommenen Zinsen von 0,5% (aktuell sehr optimistisch). Das ist echt wenig für so hohe Geldbetrag. Hier sollte man sich eine andere Alternative überlegen.

  • Hohe Sicherheit
  • Kaum bzw. keine Rendite

 

2. Möglichkeit: Direkt in Aktien (Dividendenaktien) anlegen

Anders als bei den niedrigen Anlagesummen von unter 5.000€, macht die Anlage in Aktien bzw. Dividendenaktien schon mehr Sinn und sollte auf jeden Fall in Betracht gezogen werden. Wie bereits in Teil 1 erwähnt, geht es bei der Anlage in Dividendenaktien nicht um das schnelle Geld (z.B. durch Kursgewinne), sondern vielmehr um eine langfristige Anlage. Bei der Dividenenstrategie geht es darum in dividendenstarke Aktien zu investieren, die kontinuierlich eine Dividende auszahlen und diese außerdem regelmäßig anheben (z.B. Coca Cola, Nestle, BASF). Diese Dividenden werden mir regelmäßig ausgezahlt (ähnlich wie Zinsen auf dem Sparbuch), die ich dann entweder ausgeben kann oder wieder reinvestieren kann (was natürlich besser ist 🙂 , Stichwort Zinseszins). Alles was man dafür benötigt, ist ein Depot. Sehr gute Konditionen dafür bietet z.B. die Comdirect*, wo ich selber ein Depot habe.  

Wie ich gute Dividendenaktien erkenne bzw. wie ich eine Aktie analysiere habe ich hier in diesem Artikel erklärt: Der Aktien Check – Wie erkenne ich eine gute Aktie. Langfristig gesehen, liegt die Rendite von Aktien durch Dividende plus Kurssteigerung bei rund 8% pro Jahr. Die Dividendenredite ist natürlich von Aktie zu Aktie unterschiedlich. Sie liegt bei Dividendenaktien oft zwischen 2% und 5% p.a. Bei einer größeren Anlagesumme ist auch der Punkt Risikostreuung einfacher umzusetzen. Denn mit 10.000€ bzw. 50.000€ Anlagevolumen, kann man bereits 10 bzw. sogar 50. verschiedene Dividendenaktien kaufen (z.B à 1.000€) und kann somit eine breite Risikostreuung bzw. eine sehr gute Diversifikation erreichen. Wichtig dabei ist, dass man bei der Auswahl eine gute Mischung von Aktien-Titeln aus verschiedenen Branchen, unterschiedlichen Ländern und verschiedenen Währungen anstreben sollte. 

Fazit –  10000 Euro anlegen bzw. 50000 Euro anlegen in Aktien:

Jährlich bei einer angenommenen Rendite von 3,5% ca. 350€ Dividenden-Ertrag (10.000€) bzw. 1.750€ (50.000€) plus möglichem Kursgewinn. Eine hohe Anlagesumme ermöglich auch eine breite Risikostreuung. 

  • Gute Rendite
  • Mittlere bis gute Risikostreuung

 

 3. Möglichkeit – ETF’s

Alternativ oder als Ergänzung, kann man natürlich auch einen Teil des Geldes in ausschüttende ETF’s investieren. Mit ETF’s erreicht man eine sehr gute und breite Risikostreuung, da ein ETF in viele verschiedene Aktien bzw. Wertpapiere investiert. Über ETF’s kann man auch sehr gut in Bereiche bzw. Anlageformen investieren, die man schwieriger über Einzelwerte investieren kann und wo man sich nicht so gut auskennt, z.B. in Anleihen (Unternehmensanleihen, Staatsanleihen), Emerging Markets oder den asiatischen Markt.  Durch die breite Risikostreuung und durch gute Renditen zwischen 2% und 5%, sind ETF’s immer eine gute Alternative. 

Fazit – 10000 Euro anlegen bzw. 50000 Euro anlegen in ETF‘s:

Bei einer mittleren Ausschüttungsrendite von 3,5% ergibt das einen Ertrag von 350€ bzw. 1750€ p.a. bei der Anlage von 10.000€ bzw. 50.000€, bei einer breiten Risikostreuung.

  • Gute Rendite
  • Breite Risikostreuung

 

4. Möglichkeit – in Immobilien anlegen

Eine vierte Möglichkeit, die wahrscheinlich vielen konservativen Anlegern mehr zu sagt, ist die Anlage in eine Immobilie. Denn 10.000€ bzw. 50.000€ als Eigenkapital sind eine solide Grundlage für einen Immobilienkauf. Wenn ich von Anlage in Immobilien spreche, meine ich damit eine Immobilie zu kaufen und diese dann zu vermieten. Eine Immobilie zu kaufen und selber zu bewohnen, ist zwar auch eine Art von Anlage, hat aber im Vergleich zum Vermieten, einige wirtschaftliche Nachteile (z.B. Steuernachteile).

Die grobe Idee bei der Anlage in Vermietungs-Immobilien ist, dass man den größten Teil des Kaufpreises finanziert und den Kredit über die Laufzeit vom Mieter abbezahlen lässt. Wichtig dabei ist, dass die monatliche Miete zu hoch sein sollte, dass sie die Kreditzinsen und die Tilgungsrate abdeckt. Dank der zur Zeit sehr niedrigen Zinsen, ist das auf jeden Fall möglich. Eine kleine bis mittlere Wohnung, also mit einer Größe zwischen 25qm und 60qm ist eine gute Einsteiger-Immobilie, die in größeren Städten in der Regel ohne Probleme zu vermieten ist und sich daher sehr gut als Anlage eignet. Natürlich gibt es bei der Suche nach einer geeigneten Wohnung einiges zu beachten. Im Vergleich zu Aktien und ETF’s, hat man mit einer vermieteten Immobilie natürlich etwas Verwaltungsaufwand (Hausgeldabrechnung, Mieterwechsel etc.). Grundvoraussetzung für den Kauf einer Immobilie ist eine gute Bonität, um von der Bank überhaupt eine Finanzierung zu bekommen und diese mit möglichst guten Konditionen. Zur Bonität zählen verschiedenste Faktoren mit rein, z.B. Gehalt, berufliche Situation, Eigenkapital, Vermögen, Schulden uvm.

Um im Vorfeld einmal abzuklären, wie die eigene Bonität einzuschätzen ist, ist es zu empfehlen, einmal unverbindlich und kostenlos eine Finanzierungsfrage zu stellen. Dies kann man schnell über bekannte Vergleichsportale machen, wie z.B. über das Tarifcheckportal von check24.de. Vorteil ist hier, dass man über so ein Vergleichsportal Angebote von verschiedensten Banken bekommt und das Beste für sich aussuchen kann. Dazu einfach das folgende Formular ausfüllen (unverbindlich & kostenlos).

Alternativ kann man natürlich auch zu seiner Hausbank gehen und dort eine Finanzierungsanfrage stellen. Hat man eine gute Bonität, bekommt reicht es oft aus die die Kaufnebenkosten zu bezahlen und der Rest, also der gesamte Kaufpreis wird finanziert.

Beispiel: Die Wohnung kostet 100.000€, die Kaufnebenkosten betragen ca. 10.000€, also werden die 100.000 komplett finanziert und man muss nur die 10.000 als Eigenkapital einbringen. Die Mieteinnahmen betragen dann z.B. 4000€ und decken damit die Zinsen und die Tilgung von insg. 4000€ im Jahr (angenommen: 2% Zins und 2% Tilgung).

Fazit – 10000 Euro anlegen bzw. 50000 Euro anlegen Immobilien

Durch die Fremdfinanzierung über eine Bank lassen sich ohne Probleme Renditen von 10% und sogar mehr auf das eigesetzte Eigenkapital erzielen. Natürlich muss man erstmal eine geeignete Immobilie finden und eine Finanzierung von der Bank bekommen.

  • Gute Rendite
  • Mittleres bis geringes Risiko
  • Laufender Arbeitsaufwand

 

Wie ich 10000 Euro anlegen würde – Gesamtfazit

Wenn ich 10000 Euro zur Verfügung hätte und diese nun anlegen sollte, wäre das Sparbuch oder ein Tagesgeld aufgrund von Zinsen nahe der Null keine Option. Stattdessen würde ich mir zunächst mal den Immobilienmarkt ansehen und gucken, ob sich nicht eine kleine Wohnung bis 50.000€ Kaufpreis findet lässt, die ich mit rund 5.000€ Eigenkapital für die Kaufnebenkosten und einem Darlehn finanzieren kann. Mit den verblieben 5.000€ der verfügbaren 10.000€, würde ich mich im Bereich Dividendenaktien umsehen. 

Würde ich aktuell keine passende Immobilie finden oder ich würde auf Grund meiner Bonität keine sinnvolle Finanzierung bekommen, würde ich die 10.000 Euro zum größten Teil in Dividendenaktien anlegen. Dabei würde ich 6.000€ in 6 verschiedene Dividendenaktien investieren, also je Aktie 1000€. Die restlichen 4.000€ würde ich in zwei ausschüttende ETF’s investieren, sodass ich eine gute Diversifikation habe.

 

 

 

Wie ich 50000 Euro anlegen würde – Gesamtfazit

50.000€ sind schon ein Betrag, mit dem man einiges anfangen kann. Um eine gute Diversifikation zu erreichen würde ich die 50.000€ aufteilen und in verschiedene Anlageklassen investieren. Als erstes würde ich ich mich auf die Suche nach einer geeigneten kleinen Wohnung machen, genauer gesagt nach einem Apartment zwischen 20 und 40qm in einer Studentenstadt mit einem Kaufpreis zwischen 50.000€ und 100.000€. Denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass kleine Wohnungen in Studentenstädten gefragt sind ohne Ende (ich war selber Student) und auch bei Singles sehr begehrt sind. Als Eigenkapital würde ich 10.000€ einbringen, sodass ich auf jeden Fall die Kaufnebenkosten decken kann und somit gute Chancen auf eine günstige Finanzierung hätte.

Darüber hinaus würde ich 30.000€ von den 50 Tausend Euro in Dividendenaktien anlegen. Dabei würde ich so vorgehen, dass ich insgesamt verschiedene 15 Titel kaufen würde , also 2.000€ pro Aktie. Dabei würde ich auf zur Hälfte Wachstums-Aktien (Titel, die ihre Dividende jedes Jahr deutlich erhöhen) setzen und zur anderen Hälfte auf etablierte Dividendenzahler. 

Um auch in Anleihen und Märkte zu investieren, wo ich mich nicht so gut auskenne, würde ich die verbleibenden 10.000€ in ETF’s anlegen. Hier würde ich mir 3-4 unterschiedliche, ausschüttende ETF’s raussuchen, die diese Bereiche abdecken. 

Insgesamt würde ich mich, wenn ich so die 50000 Euro anlegen würde, sehr wohl fühlen. 

 

Meine Anlagestrategie für 50.00€ noch einmal in der Übersicht:

  • 10000 Euro anlegen in eine Immobilie – Eigenkapital für ein Immobiliendarlehn für den Kauf einer kleinen Eigentumswohnung
  • 30000 Euro in Dividendenaktien (15 Titel á 2.000€)
  • 10000 Euro anlegen in ETF´s

 

Hier geht’s bald weiter zum 3. Teil der Serie: Wie kann ich 100.000 Euro anlegen bzw. 1 Million Euro anlegen – Tipps & Empfehlungen


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3 Kommentare

  1. Marco

    Hallo Sebastian,

    ich find super, dass du dir diese Gedanken zur Geldanlage machst. Du scheinst für dich eine Strategie zu entwickeln und das ist beim Investieren aus meiner Sicht schon die halbe Miete.

    Für deinen Beispielsachverhalt „10.000 Euro“ glaube ich allerdings, dass es schwierig werden würde, für dein Limit eine geeignete Immobilie in einer Studentenstadt zu finden. Alternativ könnte man sich hier einen Immobilienfonds aussuchen, wenn es denn diese Branche sein muss.

    Du hast mit deinem Artikel deinem Leser eine ganz wichtige Kernaussage mit auf den Weg gegeben, nämlich:

    „Je größer das Vermögen, desto detaillierter sollte die Vermögensstruktur gegliedert sein.“

    Schöne Grüße
    Marco

    Antworten
  2. Manuel

    Hallo Sebastian,

    Erst einmal vielen Dank für den Artikel. Ich finde es immer super wenn Leute sich aktiv mit der Geldanlage auseinander setzten und ihr Wissen teilen. Leider gibt es in der Schule ja kein Fach wie „Kapitalanlage“.

    Ich möchte dem Marco aber zustimmen, bei einem Anlagebetrag von 10.000 EUR sich auf Immobilien zu konzentrieren, zumal gerade die Kaufpreise in den Studentenstädten an den attraktiven Spots meist sehr hoch sind, könnte sehr „anstrengend“ sein.

    Interessant sind hier größere Wohnungen in Polen in den Studentenstädten wie Poznan und Wroclaw gibt es Wohnungen in der Innenstadt schon bereits ab 50.000 EUR, da die polnischen Studenten eigentlich immer in WG´s wohnen kommen aber mieten von ca. 650 EUR im Monat dabei rum, da man die Zimmer einzeln vermietet, das gibt dann einen Ertrag von 7800 EUR pro Jahr, was natürlich die Zinstilgung beschleunigt.

    Immobilien derzeit aufgrund des niedrigen Zins natürlich eine Bereicherung für jedes Portfolio, wobei ich persönlich doch lieber in Aktien investiere.

    Antworten
  3. Sparfuchs (Beitrag Autor)

    Hey Marco und Manuel,

    das es nicht leicht es in dieser Zeit eine geeignete Immobilie zu finden ist vollkommen klar. Wenn es so einfach wäre, würden es auch sehr viel mehr Menschen umsetzen. Die Suche ist u.U. mit einiger Arbeit verbunden, aber es ist definitiv möglich eine passende Immobilie zu finden. In Punkto Finanzierung steht und fällt das Ganze mit der Bonität. Bei einer guten Bonität, sind 10.000€ eine gute Grundlage. Um die eigene Bonität aber mal anzuklären, sollte man diese entweder über ein Portal oder seiner Hausbank einmal abchecken. Das ist natürlich sehr individuell.
    Danach ist man schlauer 🙂

    Ein weitere Aspekt in der Thematik: Nicht wenige Menschen kaufen mit solchen Summen an EK ganze Einfamilienhäuser und knebeln sich an einen Jahrzehnte dauernden Kredietvertrag, den wahrscheinlich noch die Kinder abtragen dürfen und bekommen dafür nie auch nur eine Cent an Cash wieder rein. Also aus der Perspektive mach ein Investment in eine kleine, vermietete Wohnung doch deutlich mehr Sinn.

    Zu der Immobilie in Polen: Bevor man sich an Immobilien im Ausland wagt, sollte man erstmal hier zulande Erfahrungen sammeln. So zumindest meine Meinung.

    Viele Grüße

    Sebastian

    Antworten

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