1000 Euro anlegen & 5000 Euro anlegen – So geht’s -Tipps und Empfehlungen

Werbung
Früher oder später setzen sich fast alle Menschen einmal mit dieser Frage auseinander: Wie soll ich man besten 1000 Euro anlegen bzw. beispielsweise 5000 Euro anlegen? Wie lasse ich mein Geld am effektivsten für mich arbeiten und hole das Maximum heraus. Und natürlich soll es auch möglichst sicher sein. Gibt es dafür nur das gute alte Sparbuch? In diesem Artikel gebe ich genau darauf einmal eine Antwort und gebe euch ein paar praktische Tipps und Empfehlungen, euer Geld sinnvoll und gewinnbringend anzulegen.

 

Außerdem wird es zwei weitere Artikel geben, das heißt eine kleine Artikel-Serie, wo ich erkläre, wie man größere Geldbeträge anlegt. Denn die Problematik und die daraus entstehenden Fragen, werden mit mehr Geld bzw. Vermögen, nicht unbedingt einfacher.

 

Artikel-Serie Geld anlegen – Übersicht

 

Teil 1: 1000 Euro anlegen & 5000 Euro anlegen

Teil 2: 10000 Euro anlegen & 50000 Euro anlegen

Teil 3: 100000 Euro anlegen & 1 Mio. Euro anlegen

 

 

Bevor du an’s Anlegen denkst: Hast du bereits einen Notgroschen?

Bevor man überhaupt an’s Geldanlegen denken sollte, ist es super wichtig ein finanzielles Polster zu haben. Das bedeutet, einen „Notgroschen“ für schlechte Zeiten. Dieses Geld sollte immer parat sein und dafür sorgen, dass im Notfall genug Geld zur Verfügung hat. So ein Notfall kann z.B. sein, eine Autoreparatur, eine defekte Waschmaschine, eine teure Arztrechnung oder ähnliches. Wie hoch die Summe dieses Finanzpolster sein sollte, ist für jeden individuell.

 

Als Faustregel gilt, dass man der Notgroschen mindestens 3 Monatsgehälter groß sein sollte bzw. so groß ist, dass man davon 3 Monate lang seine monatlichen Kosten bezahlen kann.

Ist diese Finanzpolster vorhanden und man hat darüber hinaus Geld gespart, dann kann man über das Anlegen nachdenken.

 

 

1000 Euro anlegen

Bei 1000€ Anlagevermögen handelt es in Bezug auf Geld anlegen und Investieren, noch um einen relativ kleinen Geldbetrag. Aber jeder fängt einmal klein an. Gerade deshalb sollte man hier genau überlegen, wie man vorgeht und wo man sein erspartes Geld anlegt, damit man auch Erfolgserlebnisse hat und motiviert wird, weiteres Geld anzusparen und anzulegen.

 

1. Möglichkeit: Sparbuch, Tagesgeldkonto oder Festgeld

Diese Möglichkeit werden die meisten wahrscheinlich nutzen, wenn sie 1000€ angespart haben: Die Anlage auf Sparbuch, Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto. Vor einigen Jahren konnte man so gut und sicher seine 1000 Euro anlegen. Mittlerweile bekommt man aber fast keine Zinsen mehr, nur noch magere Zinsen wie z.B. 0,1% oder noch weniger. Das lohnt sich absolut nicht mehr und sollte nur dafür genutzt werden, um das anzulegende Geld vorrübergehend zu parken.

Fazit – 1000 Euro anlegen auf dem Sparbuch, Tagesg. o.Ä.: 

Jährlich ca. 5€ Zins-Ertrag (0,5%, aktuell sehr optimistisch). Das ist eine ziemlich geringe Rendite, die aktuell komplett von der Inflation aufgefressen wird.

  • Hohe Sicherheit
  • Kaum bzw. keine Rendite

 

 

2. Möglichkeit: Direkt in Aktien (Dividendenaktien) anlegen

Um eine gute Rendite zu erzielen, ist die Börse bzw. Aktien laut Statistik die beste Wahl. Wichtig ist hierbei, dass man den Unterschied zwischen „anlegen“ und „“zocken“ versteht, was hier ein Stück weiter unten erläutert ist.   Allerdings lohnt sich ein Investment in Aktien erst ab 1000€, da darunter die Kosten pro Order im Verhältnis ziemlich hoch sind. Das wiederum heißt, man könnte die 1000 Euro nur in eine einzelne Aktie investieren. Damit hat man alles andere, als eine gute Risikostreuung, da man von nur einer oder maximal zwei Aktien (wenn man 2 Dividendenaktien á 500€ kauft) abhängig ist. 

Wer trotzdem in Dividendenaktien anlegen möchte, für den bieten Aktien-Sparpläne eine gute Möglichkeit. Bei einem Aktien-Sparplan kann man schon mit Beträgen ab 25€ im Monat in Aktien investieren. Alles was man dafür benötigt, ist ein Depot. Sehr gute Konditionen bietet die Comdirect*. 



Fazit – 1000 Euro anlegen in Aktien:

Jährlich ca. 35€ Dividenden-Ertrag (3,5%) plus möglicher Kursgewinn, ist aber eher nicht zu empfehlen aufgrund der mangelnden Risikostreuung.

  • Gute Rendite
  • Schlechte Risikostreuung

 

 

Exkurs: „In Aktien anlegen“ vs „Mit Aktien zocken“

Zu meinem Bedauern ist es gerade in Deutschland so, dass die Anlage „Aktie und die Börse im allgemeinen einen sehr schlechten Ruf haben. Daher möchte ich hier einmal kurz etwas klarstellen, nämlich den Unterschied zwischen einem Aktien-Zocker (im Fachjargon Trading) und einem Aktienanleger.

 

Aktien-Zocker: Hier geht es darum, Geld in Aktien zu investieren und darauf zu hoffen, dass der Kurs der gekauften Aktie (schnell) steigt und dann die Aktien wieder mit Gewinn zu verkaufen. Dies ist sehr Risiko reich, denn der Kurs kann ja auch sinken. Trading führt erwiesener Weise langfristig, im Schnitt „nur“ zu einem Ergebnis von +/- Null oder oft sogar zu einem Verlust. Daher Finger weg!!!

Aktienanleger: Hier geht es darum, ausgewählte Aktien zu kaufen und diese langfristig zu halten. Im Schnitt kann man von einer jährlichen Rendite von 8% ausgehen ( 8% die einen vielleicht nicht vom Hocker reißen, aber dafür solide und nachhaltig sind), bestehend aus Dividendenausschüttung und Kurssteigerung. Ich verfolge und empfehle dabei die Dividendenstrategie.

 

3. Möglichkeit – ETF’s

Wer nicht direkt in eine einzelne Aktie investieren möchte, sondern gleich in mehrere oder sogar hunderte Aktien und Wertpapiere gleichzeitig investieren möchte, für den ist ein ETF optimal. Hier streut man das Risiko natürlich viel besser als bei einem Investment in eine einzelne Aktie. Darum würde ich Menschen, die 1000€ anlegen möchten auch eher dazu raten.

Ein ETF ist in der Regel immer an einen bestimmten Index, zum Beispiel an den DAX oder den S&P500 gebunden und wird nicht aktiv gemanagt. Darum ist ein ETF gegenüber einem normalen Fond um ein vielfaches günstiger. Ich favorisiere ausschüttende ETF’s, da es ein großer psychologischer Vorteil ist, wenn regelmäßig Geld ausgeschüttet wird, also wirklich auf das Konto überwiesen wird, und nicht nur immer der Kurs steigt (wie das bei thesaurierenden ETF’s der Fall ist).

Investiert man nun die 1000€ in einen ausschüttenden ETF kann man zwischen 2% und 5% Ausschüttungsrendite rechnen. Es gibt, wie auch bei Aktien, einige ETF’s, die man mit einem Sparplan besparen kann. Das ist eine sehr gute Möglichkeit auch mit kleinen Beträgen in ETF’s zu investieren. 

Fazit – 1000 Euro anlegen in ETF‘s:

Bei einer mittleren Ausschüttungsrendite von 3% ergibt das einen Ertrag von 30€ p.a., bei einer breiten Risikostreuung.

  • Gute Rendite
  • Breite Risikostreuung

 

4. Möglichkeit – P2P – Kredite

Eine weitere Alternative für das Anlegen von 1000€ sind sogenannte P2P-Kredite. Hierbei vergibt eine Privatperson einer anderen Privatperson einen Kredit, sodass beide Seiten davon profitieren. Dabei geht man in der Regel so vor, dass man sich mit kleinen Beträgen (20€ bis 50€) an Krediten beteiligt. Sobald dann die volle Kreditsumme durch viele kleine Summen von unterschiedlichen Menschen, erreicht ist, bekommt der Kreditnehmer das Geld ausgezahlt und zahlt dann Zinsen für das geliehene Geld. Die Rendite kann dabei schon recht hoch sein, liegt aber im Mittel bei 6% bis 8%. Dafür ist der Zeitaufwand ziemlich hoch, um passende Kredite zu finden, wo man investieren möchte, da man sich jedes Kredit-Projekt genau ansehen muss bzw. sollte, um das Risiko zu bewerten. 

Fazit – 1000 Euro anlegen in P2P-Kredite: 

Bei mittleren 8% Rendite im Jahr ergibt diese Anlageform 80€. Allerdings muss man dafür ein höheres Risiko und einen größeren Zeitaufwand in Kauf nehmen.

– Sehr gute Rendite-Chancen (6%-8%)

– Mittleres Risiko

– Hoher Zeitaufwand

 

Wie ich 1000 Euro anlegen würde – Gesamtfazit

Auf allen festverzinslichen Konten (Sparbuch, Tagesgeld, usw.) liegt das Geld nur unnütz rum und von daher sind diese für mich keine Option. 1000€ sind ein wenig zu wenig Kapital um direkt in Dividendenaktien zu investieren, hier fehlt es mir an Risikostreuung.

Bei einem Anlagekapital von 1000€ ist eine Anlage in einen ausschüttenden ETF eine sehr gute Anlagelösung und eine gute Chance, erste Erfahrungen an der Börse zu sammeln. Er bietet durch eine breite Streuung eine gute Sicherheit und erwirtschaftet eine gute und solide Rendite. 

Zwei gute ausschüttende ETF’s sind zum Beispiel:

  • ISHARES JPMORGAN USD EMERGING MARKETS
  • SPDR S&P Intl Dividend ETF

Diese findet man bei der comdirect über die Suchfunktion oder unter dem Menüpunkt „Informer“-ETFs.


Hier geht’s zu comdirect*

Darüber hinaus würde ich einen ETF-Sparplan und einen Dividendenaktien-Sparplan starten und diese jeweils mit 50€ besparen. Insbesondere für Leute mit geringen Kapital eine tolle und einfache Möglichkeit, langfristig und automatisiert zu investieren. 

 

5000 Euro  anlegen

Wer etwas mehr Geld angespart hat, zum Beispiel 5000€ und diese 5000 Euro anlegen möchte, der hat natürlich auch wieder verschiedene Möglichkeiten. Welche das sind, erfährst du im Folgenden.

 

 

1. Möglichkeit: Sparbuch, Tagesgeldkonto oder Festgeld

Die erste Möglichkeit ist wieder die 5000€ auf einem Sparbuch bzw. einem anderen festverzinsten Konto anzulegen. Auf Grund des aktuell sehr niedrigen Ertrags würde ich diese Möglichkeit aber nicht empfehlen. Ein Tagesgeldkonto sollte nur als „Zwischen-Parkmöglichkeit“ für das Geld vorhanden sein.

Fazit – 5000 Euro anlegen auf dem Sparbuch, Tagesg./ Festg.:

Jährlich ca. 25€ Zins-Ertrag (0,5%, aktuell sehr optimistisch). Hier gibt es bessere Alternativen.

  • Hohe Sicherheit
  • Kaum bzw. keine Rendite

 

2. Direkt in Aktien (Dividendenaktien)

Mit 5000€ Kapital und dem Ziel diese optimal anzulegen, lohnt es mit dem Thema Aktien einmal genauer auseinanderzusetzen. Denn mit diesem Betrag kann man bereits in 5 verschiedenen Dividendenaktien á 1000€ investieren. Investiert man dabei in verschiedene Branchen und Länder, streut man dadurch das Risiko. Um allerdings noch eine bessere Diversifikation zu erreichen, benötigt man eine noch höhere Kapitalsumme.

Fazit – 5000 Euro anlegen in Aktien:

Jährlich ca. 200€ Dividenden-Ertrag (4%), wenn man die 5000€ in Dividendenaktien anlegt, plus den möglichen Kursgewinn.  

  • Gute Rendite
  • Mittlere Risikostreuung

 

3. ETF’s

Wem dagegen das Anlage in 5 verschiedene Aktien trotzdem noch eine zu niedrige Diversifikation darstellt, ist mit einem oder mehreren ETF’s besser beraten. Mit 5000€ kann man gleich in mehrere verschiedene ETF’s investieren und kann sich so das Risiko sehr gut streuen.

Fazit – 5000 Euro anlegen in ETF‘s:

Bei einer mittleren Ausschüttungsrendite von 3,5% ergibt das einen Ertrag von 175€ p.a., bei einer breiten Risikostreuung.

  • Gute Rendite
  • Breite Risikostreuung

 

 

Wie ich 5000 Euro anlegen würde – Gesamtfazit

Aufgrund des fast nicht vorhandenen Ertrags fällt die Anlage auf dem Sparbuch, Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto wieder weg. Aktien und ETF’s sind da die bessere Wahl. Ich würde die 5000€ aufteilen und 3000€ in drei unterschiedliche Dividendenaktien investieren und 2000€ in ausschüttende ETF’s. Damit hat man eine gute Mischung aus Diversifikation und Renditechancen. Dies würde eine gute Grundlage bilden, um ein gut aufgestelltes Depot aufzubauen, was langfristig einen großen Beitrag zur finanziellen Unabhängigkeit und Altersvorsorge beitragen kann.

 

Weiter zum 2. Teil der Serie: Wie kann ich 10.000 Euro anlegen bzw. 50.000 Euro anlegen – Tipps & Empfehlungen


Teile mit deinen FreundenShare on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someone

3 Kommentare

  1. TN

    Wann geht es denn weiter?

    Antworten
    1. Sparfuchs (Beitrag Autor)
  2. Fahrrad Navi Guru

    Das sind gute Tipps. Danke. Ich bin aber leider der „Sparbuch-Typ“ – weiß aber, dass damit zurzeit nix zu holen ist.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *